Salsa Romantica - Der Tanz

Salsa klingt in europäischen Ohren wie Urlaub, aber auch irgendwie fremd und teils gewöhnungsbedürftig. Das liegt an den unterschiedlichen Rhythmen trotz 4/4-Taktes. Der Gesang betont in gewohnter Weise die 1, die Rhythmus-Instrumente hingegen die 4. Da verwundert es nicht, dass es zumindest am Anfang schwer fällt, den Takt richtig herauszuhören, geschweige denn darauf zu tanzen. Salsa-Musik findet man überall, in Musikläden und im Internet, so dass man sich leicht an sie gewöhnen kann.

Die Salsa-Musik ist international und dabei national sehr unterschiedlich, Gleiches gilt für die Salsa als Tanz. Im Laufe der Zeit haben sich viele unterschiedliche Stile herausgebildet, wobei sie sich meist nur so minimal unterscheiden, dass ein miteinander Tanzen immer möglich ist. Die bekanntesten Stile sind der New York, L.A., Cuban, Cali und Cumbia Style. In Europa sind die beiden erstgenannten Stile sehr verbreitet, vereinzelt findet man jedoch auch Tanzschulen, die den Cuban Style unterrichten. Der Cali Style wird nur von den besten Salsa-Tänzern beherrscht, da er sehr schnelle Bein- und Hüftbewegungen erfordert.

Der kubanische Stil unterscheidet sich von den übrigen, da hier in kreisförmigen Bewegungen um den Partner statt auf einer Linie getanzt wird. Mit Ausnahme des Cumbia Style ist allen der Cross body lead, die Basisdrehung, gemeinsam. Im Gegensatz zum kubanischen Stil steht bei der Salsa Romantica die Frau im Mittelpunkt, sie wird präsentiert. Kreisende und fließende Hüftbewegungen sind ein absolutes Muss, ebenso wie die grazile Handhaltung bei Soloeinlagen. Der Mann beginnt auf der 1 mit einem Schritt nach links vorne, die Frau geht mit rechts zurück. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass die Partner auch zeitweise keinen Körperkontakt haben, also einzeln glänzen. Passend zu den Liedtexten wird die Salsa Romantica ein wenig enger getanzt und Tempowechsel finden nicht allzu häufig statt. Aber dafür gibt es neben den gegangenen auch statische Drehungen, die sog. Spot turns.